Pflegeleitbild

Pflegeleitbild

Das Pflegeleitbild spiegelt unsere Werte und unser Selbstverständnis für unser pflegerisches Handeln wieder. Dieses Leitbild ist für alle an der Pflege beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine verbindliche Orientierung. Die dargestellten Grundsätze ermöglichen eine Identifikation mit unseren Aufgaben und Zielen.

Unser Menschenbild

Grundlage unseres Handelns ist das christliche Menschenbild. Danach verstehen wir jeden Menschen als Geschöpf Gottes, das von ihm gewollt und angenommen ist. Unsere Hilfe gilt daher den pflegebedürftigen alten Menschen und ihren Angehörigen, ohne Unterschied von Geschlecht, Religion, Nationalität, Herkunft und gesellschaftlicher Stellung.

Die Würde des Menschen ist unantastbar; diese verliert er auch nicht durch Krankheit, im Alter sowie bei körperlicher, geistiger und/oder seelischer Behinderung. Unter Achtung der Würde des Menschen verstehen wir den Respekt und die Akzeptanz der Selbstbestimmung, die sich aus der Lebensgeschichte und den Lebensgewohnheiten (Biographie) jedes Einzelnen ergibt.

Neben dem christlichen Menschenbild orientiert sich unser Handeln an den Werten und Rechten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Wir wahren die Rechte der von uns betreuten Menschen, vor allem auf Information, Verschwiegenheit, Schutz der persönlichen Intimsphäre und unterstützen sie bei der Wahrnehmung und Durchsetzung ihrer Rechte.

Die Selbstbestimmung der zu betreuenden Menschen ist unsere Maßgabe. Sie wird durch fachliche Beratung und Professionalität unserer Dienstleitung ergänzt.

Dieses Menschenbild wird von uns allen, an der Pflege beteiligten Menschen, verinnerlicht und gelebt.

Ein neues „zu Hause“ schaffen

Der bei uns lebende Mensch, darf erwarten, nachdem er seinen Lebens- bzw.  Wohnraum, evtl. die Gesundheit, sowie den Partner verloren hat, dass er bei uns ein neues „zu Hause“ und Sicherheit bekommt. Wir begleiten ihn in seiner neuen Lebens- und Wohnsituation, indem wir  eine heimische Atmosphäre schaffen. Solange es Mitbewohner nicht einschränkt, werden seine Gewohnheiten in höchstem Maß berücksichtigt.
Zu diesem sich „zu Hause fühlen“ gehört für uns auch, dass seelsorgerische Betreuung stattfindet. Gottesdienste, Krankensalbungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Religionen werden gewährleistet. Eine individuelle seelsorgerische Begleitung wird auf Wunsch vermittelt.

Gestaltung der Lebensqualität

Wir verpflichten uns, alles Notwendige und Sinnvolle, was wir mit unseren Möglichkeiten zur Gestaltung der Lebensqualität erreichen können, zu tun. Wir tragen dazu bei, Beeinträchtigungen zu erkennen, zu lindern und die Heilung zu unterstützen, um den bei uns lebenden Menschen ein Höchstmaß an Lebensqualität zu ermöglichen. Zurückgezogenheit und Depression versuchen wir durch behutsame Einbindung in die soziale Gemeinschaft zu mindern. Den Bewohnern wird Gesprächsbereitschaft signalisiert, so dass sie stets die Möglichkeit haben, Gedanken, Sorgen oder Nöte zu teilen.
Durch ein gezieltes kulturelles Beschäftigungsangebot leisten wir einen Beitrag dazu, die Lebensqualität der (sich) uns anvertrauten Menschen zu steigern und den Alltag interessant mitzugestalten.
Menschen, die zunehmend die Orientierung verlieren und sich in ihrer Persönlichkeit verändern, werden mit diesen Veränderungen im Verhalten und in der Wahrnehmung akzeptiert und ernst genommen.

Angehörigenarbeit

Angehörige und Betreuer werden als Partner geschätzt. Wir sind stets bemüht einen intensiven Kontakt zu pflegen. Die Einbindung von nahe stehenden Personen des Bewohners in Betreuung und Pflege ist für uns selbstverständlich. Jedoch wird genauso, wenn gewünscht, eine Zurückgezogenheit bzw. Distanz respektvoll angenommen.

Respektvoller Umgang miteinander

Mitarbeiter, Betreuer, Angehörige, Bewohner, Ärzte und alle anderen im Pflegeprozess agierenden Menschen erwarten eine Achtung ihrer Person. Diese Erwartungshaltung gilt auch in den Kommunikationsbeziehungen zueinander.
Wir pflegen eine ehrliche Kommunikation und einen sich respektierenden Umgang miteinander. Nur so können wir den bei uns lebenden Menschen die erforderliche Hilfe zukommen lassen.

Pflegemodell

Unsere Pflegeleistungen orientieren sich eng an dem AEDL-Strukturmodell nach Frau Prof. Monika Krohwinkel mit den 13 Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens. Das heißt u.a., dass wir die Fähigkeiten des Bewohners bei allen Verrichtungen in den Vordergrund stellen. An Problemen wird professionell mit individueller Zielsetzung gearbeitet.

Qualitätsmanagement

Mit unserem Qualitätsmanagementsystem erreichen wir die Sicherung und Weiterentwicklung unserer Arbeit. Fortbildungen, Einarbeitungskonzepte, Pflegevisiten, sowie Standards nach dem aktuellen Stand der pflegerischen Wissenschaft sind Teil dieses Systems.

Darüber hinaus finden regelmäßige Arbeitsgruppen zur stetigen Verbesserung unserer Dienstleistung in verschiedenen Gremien statt.